KRIPPENBAU mit Styrodur – ein Artikel im BAYERISCHEN KRIPPENFREUND

In der letzten Ausgabe der Verbandszeitschrift „Der Bayerische Krippenfreund“ erscheint ein Beitrag der Osnabrücker Krippenfreunde zum Thema „Krippenbau mit Styrodur“. Der Artikel kann durch ein Klicken auf den Titel geöffnet werden:

© Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister
 

Der Bericht stellt die Entstehung dieser Ruinenkrippe vor, die sowohl mit traditionellen Baumaterialien, als auch mit moderneren Baustoffen wie Styrodur gebaut wurde:

© Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister
 

In der Rubrik „Krippenbau“ finden sich die ausführlichen Bauberichte und Anleitungen!

Krippendarstellung von Markus Adolph-Falzewski

© Markus Adolph-Falzewski

Ein Ausschnitt aus der Osterkrippe von Markus Adolph-Falzweski – Mitglied der Facebook-Gruppe KRIPPENBAU. Die Krippe wurde vor einigen Tagen fertig gestellt.

© Markus Adolph-Falzewski

Das Bild oben zeigt eine erste Stellprobe der Figuren der neuen Osterkrippe. Die Krippenlandschaft wird noch in den Details vollendet und gefasst.

Krippen-Bernds Krippentour 2021 – St. Marien in Glandorf-Schwege

© Bernd Philippskötter – Grafik: Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister

Bitte auf den Titel klicken zur Ansicht im PDF-Format!

© Bernd Philippskötter – Grafik: Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister
© Bernd Philippskötter – Grafik: Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister
© Bernd Philippskötter – Grafik: Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister
© Bernd Philippskötter – Grafik: Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister
© Bernd Philippskötter – Grafik: Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister
© Bernd Philippskötter – Grafik: Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister
© Bernd Philippskötter – Grafik: Wilhelm Lücking – Krippenbaumeister

Jesuskind in Gänseei

Material: Jesuskind Wachs, 2 cm, Kreuz Holz, 2 cm Golffäden und Textilien, eingearbeitet in ein Gänseei
Laienarbeit aus dem Saarland, 2020

Auch wenn dieses Jesuskind im Gänseei auf den ersten Blick wie eine Klosterarbeit aussieht, so handelt es sich hier um eine Laienarbeit, die von einer Frau mit einem großen Interesse an Klosterarbeiten und großen handwerklichen Fertigkeiten gestaltet wurde.

(C) Diözesanmuseum Osnabrück

Die Idee dabei war, dass das Gänseei zunächst in zwei Teile geteilt und dann im Stil einer Klosterarbeit gestaltet werden sollte. Dabei war es, wie die Künstlerin anmerkte, gar nicht so leicht, ein Gänseei in zwei Teile zu sägen. Die Künstlerin ummantelte die beiden Hälften des Eis zunächst mit einem aus Goldfäden gehäkelten Gewebe und verband sie mit einem Stoffscharnier, so dass das Ei auf- und zugeklappt werden konnte. Dann legte sie das Innere der Schale mit Brokatsoff aus und fasste es mit verschiedenen Bordüren ein. Auf einem Stück ausgeschnittener Häkelspitze legte sie dann in der einen Hälfte das aus Wachs gegossene Jesuskind und in die andere Hälfte ein Kreuz, das von einer Borte eigefasst wurde.

Heiliges Jesuskind im Glasdom

Material: Wachs
Jesuskind 2 cm, Glasdom 7 cm
Klosterarbeit, 19. Jahrhundert

Die Wurzeln der Klosterarbeiten, also die von Ordensschwestern angefertigte Kleinkunst, gehen weit bis zurück bis ins Mittelalter. Sie wurden von den Ordensfrauen zunächst in der Freizeit, dann aber auch zur Sicherung des Lebensunterhaltes und zum Erhalt des Klosters angefertigt. Das Angebot an Klosterarbeiten war sehr groß, je nach Kloster wurden Agnus Dei, Altarpyramiden, Breverl, Fatschenkindl, Primizkronen, Reliquien-Fassungen, Paradiesgärten und die unterschiedlichsten Wachsarbeiten angefertigt und angeboten.

Anfangs verschenkten die Ordensfrauen ihre kleinen Kunstwerke an Personen, die dem Kloster Spenden zukommen ließen, später wurden sie dann in den Klosterläden angeboten und verkauft. Auch heute werden noch in verschiedenen Klöstern die traditionellen Klosterarbeiten hergestellt. Die Vielfalt der für Klosterarbeiten verwendeten Materialien und Techniken ist nahezu unüberschaubar, von Flitter über Goldgespinste und Goldfäden bis hin zu Perlen, Borten und Boullion-Draht, die zusammen mit Brokat, Samt, Seide und Lamé, ein Gewebe mit Metallfäden, Pergament, Wachs, geschliffene Steine, Perlen und Pailletten verarbeitet wurden. Sehr wichtig waren aber auch die kleinen und großen Wachsformen, mit denen man Jesuskinder, oft in einem Glasdom, Krippenfiguren und Wachsstöcke herstellte.

In einem Südtiroler Kloster könnte auch dieses Heilige Jesuskind im Glasschrein entstanden sein, das eine Osnabrücker Familie mitgebracht hat. Auf einer Wanderung machte die Familie Rast auf einem Bauernhof und entdeckte dabei in einem Nebenraum das Jesuskind. Während des Gespräches mit dem Bauern kam die Familie auch auf das Jesuskind zu sprechen und irgendwann sagte der Bauer, ob die Familie das Kind haben wollte, denn noch nie hätte sich jemand dafür interessiert und sie selbst hätten es auch irgendwann einmal geschenkt bekommen. Gerne und dankbar nahm die Familie das Geschenk an.

(C) Diözesanmuseum Osnabrück / Foto: Hermann Pentermann

Das Jesuskind ist aus Wachs gegossen und mit Farbe bemalt. Das Tuch, auf dem das Jesuskind liegt ist ebenfalls aus Wachs und als Besonderheit, die man nur selten sieht, sind unter dem Tuch ganz dünne, gezogene Wachsbänder zu sehen, die allgemein als „Wachsspagetti“ bezeichnet werden.  Davor wurden noch drei ebenfalls aus Wachs ausgestochene Blumen angefügt.

Der Sinn dieses „Heiligen Jesuskindes“ liegt aber nicht in der Niedlichkeit der Darstellung, sondern in dem Kreuz, das in der linken Hand des Jesuskindes zu sehen ist. Kreuz und Krippe gehören seit Franz von Assisi zusammen und sollen die Gläubigen bereits auf die Leidensgeschichte Jesu hinweisen. Der Biograph des heiligen Franziskus, Thomas von Celano, hat in der Beschreibung der Weihnachtsfeier von 1233 beschrieben, dass Franziskus über der Krippe einen Altar mit einem Kreuz aufgebaut hat, an dem die Eucharistie gefeiert und Krippe, Kreuz und Altar miteinander verbunden wurde. Diese Darstellung, Krippe und Kreuz findet man heute noch in vielen franziskanischen Klosterkirchen und wurde in späterer Zeit auch für Darstellungen, wo nur das Jesuskind zu sehen war, verwendet.

Barockkrippe

Material: Wachs, Textilien, 10 cm
Herkunft: Klosterarbeit, um 1750
Verein der Krippenfreunde Osnabrück und Emsland e.V.

Bei der um 1750 entstandenen barocken Kasten-Krippe handelt es sich um die älteste bisher bekannte Krippe im Osnabrücker Raum. Die bühnenartige Szenerie unterteilt sich in zwei Ebenen. Vor dem Stall unten, der die Heilige Familie sowie Ochs und Esel überdacht, stehen zwei Musikanten, die Leier und Dudelsack spielen. Von oben nähert sich der Königszug. Die Heiligen Drei Könige, je von einem Schleppenträger begleitet, steigen von rechts das Gelände herunter, während auf der gegenüberliegenden Seite prächtig gekleidete Frauen ihre Gaben zum Stall hinabbringen.

(C) Diözesanmuseum Osnabrück – Foto: Hermann Pentermann

Bei der zur Zeit unrestaurierten Krippe handelt es sich um ein bedeutendes lokales kulturhistorisches Dokument.

In Form gegossen – Weihnachtskrippen aus Wachs

In diesem Jahr ist alles anders. Grund genug, dass auch das Diözesanmuseum neue Wege geht und seine erste digitale Ausstellung präsentiert! „In Form gegossen – Weihnachtskrippen aus Wachs“ sollte in diesem Jahr im Museum gezeigt werden. Aufgrund der aktuellen Situation kann die jährliche Krippenausstellung leider nicht wie gewohnt stattfinden. Stattdessen können Sie die Highlights der geplanten Ausstellung virtuell erkunden!

Wir zeigen die Exponate hier auf der Internet-Seite!

(C) Diözesanmuseum Osnabrück, Hermann Pentermann

Barockkrippe